Ruth und Knut – Das Buch

Geschafft!

Ja, wir sind geschafft: Über 2 Millionen Mal sind wir auf den Buchstaben der Tastatur auf und ab gesprungen – das gibt ordentlich Muskeln in den Waden und hin und wieder brauchten wir das Sauerstoffzelt. Aber nun ist es vollbracht:  Unsere Trilogie ist fertig! Wir wären wirklich happy, wenn sich jeder einzelne Sprung gelohnt hat und Du Dich gut unterhalten fühlst. Und noch glücklicher wären wir, wenn Du Dich ebenso gut verstanden fühlen wirst.

Wieder ist sie hingefallen. Wieder könnte sie aufstehen und die Krone richten. Doch an seiner Seite lernt sie einen neuen Weg zu gehen.

Komm mit auf eine Reise, die Dich zu Dir selbst führt!

Auf den Klappentext der anderen beiden Bände verzichten wir hier, es würde Spoiler-Gefahr bestehen. Die Leseproben verraten nicht viel.

Die erste Seite

„Ruth, hörst du das?“
„Ja. Ich glaube, sie weint.“
„Schon wieder … Und sicher wegen ihm …“
„Fürchte ich auch.“
„Lass es bitte zum wirklich letzten Mal sein. Nicht noch eine neue Chance.“
„Sie hat einfach an ihn geglaubt.“
„Ja, und er hat ihr zum tausendsten Mal misstraut.“
„Pssst. Ihr Handy klingelt.“

„Sie geht nicht ran.“
„Kann ihr keiner verdenken …“
„So ein Theater …“
„… das sie nicht verdient hat.“
„Der rote Faden ihres Lebens. Jede tiefe Pfütze nimmt sie mit, egal, wie sonnig es ist.“
„Und das Glück umgeht sie gekonnt.“
„Es können doch nicht ALLE Typen beknackt sein?!“
„Zumindest geben sie sich die größte Mühe.“
„Nur noch Idioten …“
„Pssst. Es klingelt wieder.“

Aus der Reise durch die fantastische Welt

„Die Sonne erwachte aus ihrem Schlaf, schlug die Decke zurück, stieg ganz langsam aus dem Meer und gab dem kleinen Küstendorf seine Farben zurück und auch sein Leben. Aus den ersten Holzhäuschen stieg Rauch auf, erste Türen öffneten sich, die ersten, noch verschlafen-leisen „Guten Morgen, Nachbar“ waren beim genauen Hinhören zu vernehmen. Je mehr sich die Sonne rekelte, streckte und aufrichtete, desto mehr Rauch, offene Türen und lautere Begrüßungen gab es. Schon bald herrschte im Dorf reges Treiben.
Ruth, Knut und Trauthold schliefen lange. Die Überfahrt hatte ordentlich an ihren Kräften gezehrt. Keiner auf der Insel hatte bisher Notiz von ihnen genommen. Als sie sich unter das Volk mischten, zogen vor allem die nackten Wesen Blicke auf sich. Dem ein oder anderen Kind wurden die Augen zugehalten, Frauen stießen Männern in die Seite, genauso wie Männer Frauen „zur Ordnung“ baten: „Klotz´ nicht so!“ Zum ersten Mal auf ihrer Reise nahmen Wesen Anstoß daran, dass kein Fetzen Stoff die Körper der plastischen Zwei bedeckte. Scham kannten die Begutachteten dennoch nicht. Für Ruth und Knut war es das Selbstverständlichste der Welt.“

Die erste Seite

„Ciao. Ciao?!“
Sie lachte: „Hallo. Konnte ich dich also doch noch rauslocken.“
„Letzte Woche hattest du mich echt überrascht. Aber ein zweites Mal lasse ich das Mädchen unter der Laterne nicht einfach stehen.“
„Das klang kindisch, oder?“
„Es war ganz schrecklich gemein von dir. Hättest du geschrieben FRAU unter der Laterne hätte ich dich wieder stehen lassen. Aber das Mädchen rüttelt ganz böse den Beschützerinstinkt aus seinem Schlaf und der weiße Ritter stürmt los, auch bei Null Grad und zur finsteren Abendstunde. Ein Mädchen lässt Mann nicht allein durch den Wald laufen. Dabei hatte ich meine Rüstung schon abgelegt und es mir mit einem Kamillentee vor dem Kamin bequem gemacht.“
„Oh, tut mir leid. Du hättest auch wieder Nein sagen können.“
„Ich kann so schlecht Nein sagen, da bin ich furchtbar mies drin.“
„Sag das bloß keiner Frau, die nutzt das am Ende aus.“

Aus der Reise durch die fantastische Welt

„Ruth zog die oberste Schublade langsam heraus. In deren messingfarbene Frontplatte zeigten sich die Ziffern „1862“ eingekerbt. Neugierig hingen die Köpfe der zwei Entdecker über dem Fach.
„Oh, ein goldener Kreisel“, flüsterte Ruth.
Mit zwei Fingern fuhr sie über ihn und entfernte dabei den Film aus Staub.
Plötzlich begann der Kreisel zu husten und fragte: „Bällchen, bist du es?!“
Die Köpfe der plastischen Zwei richteten sich schlagartig mit riesigen Augen aufeinander und dann wieder auf den Kreisel.
„Ich kann nichts sehen, es ist so hell“, klagte der Kreisel.
Knut schob langsam seine Hand zwischen das Spielzeug und das Sonnenlicht und glaubte selbst nicht, was er tat. Er schützte einen sprechenden Kreisel vor der Sonne?! Mit sprechenden Fröschen, Füchsen und Tauben muss man rechnen, wenn man sich in eine Märchenwelt begibt. Doch dies hier erschien den beiden reichlich seltsam.“

Die erste Seite

„Ich hasse dich!
Ich HASSE dich!
ICH hasse dich!
Ich hasse DICH!“

Knut öffnete die Augen und sah verträumt zur wachen Ruth. Träge folgte er ihrem Blick und landete bei ihrer Chefin: „Wieso schaut sie mitten in der Nacht in den Spiegel und macht Sprechübungen?! Geht sie nach Hollywood?! Hab ich was verpasst?! Wenn ja, sollte sie die erste Version nehmen, klingt nicht so melodramatisch. Für den Oscar wirds kaum reichen.“
Ruth blieb stumm, sah weiter zu, zwischen den Augen zeigten sich sorgenvolle Falten. Ihre Chefin blieb vor dem Spiegel stehen, nun schweigend. Dann fiel ihr Kopf auf die Brust, so verharrte sie für etliche Sekunden. Zu hören war nur, wie sie kurz die Nase hochzog. Als sie sich aufrichtete, sahen die beiden feuchte Wangen, bevor das Licht ausging. Sie ging zurück ins Bett, zog ihre Decke bis zum Hals, wurde von Frösteln geschüttelt. Die Nase lief noch immer.

Aus der Reise durch die fantastische Welt

„Am nächsten Morgen schleppte sich Ruth ans Ufer, ließ sich nieder, blickte auf den See, zum Horizont, drehte sich nach hinten und blickte nach oben. Die Ballerina zeigte sich im Profil, anmutig und verletzlich, unverändert starr. Ruths Augen folgten langsam den Armen bis zu den Händen. An diesen blieb ihr Blick kleben. Immer wieder atmete sie hörbar durch die Nase aus. Die Gedanken an Knut hatten sich zur Ruhe gelegt und waren einer bleiernen Müdigkeit gewichen. Kurzzeitig flackerten Erinnerungen auf an die düsteren Zeiten ihrer einstigen Chefin, wie sie stundenlang im dunklen Zimmer lag und an die Decke starrte. Fühlte sie sich damals genauso? Wenn ja: Wie konnte sie dies über Wochen, Monate und Jahre ertragen und dennoch wieder aufstehen?
Sternchen und Biene schauten wie jeden Tag vorbei. Ihre Besuche hatten sich allmählich verkürzt. Sie waren ratlos, wie sie Ruth, die immer wortkarger geworden war, helfen konnten. So befolgten sie den Rat der beiden Bauern, ihr Raum zu lassen für ihre Erholung, ihre Trauer, fürs Vergessen.“

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